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Projekt „Einstieg für Flüchtlinge in Handwerksberufe“ erfolgreich abgeschlossen

Mit der Überreichung von Zertifikaten und Arbeitszeugnissen endete das Projekt „Einstieg für Flüchtlinge in Handwerksberufe“ (EFH) nach elf Monaten. EFH wurde vom Rhein-Neckar-Kreis finanziert und von unseren Ausbildungswerkstätten gemeinsam mit BBQ Berufliche Bildung gGmbh durchgeführt.

Projektinhalte und -ziele waren die Berufliche Orientierung im Bereich Handwerk, der Erwerb und der Ausbau handwerklicher Grundfertigkeiten sowie die Erlangung von Beschäftigungsfähigkeit durch den Erwerb beruflicher Schlüsselqualifikationen.

Über die Projektlaufzeit haben insgesamt 21 Teilnehmer als Freiwillige mittel- bis längerfristig am Projekt teilgenommen. Sie stammten aus Herkunftsländern mit geringer Bleibeperspektive wie Afghanistan, Gambia, Nigeria und Kamerun und verfügten über keine abgeschlossene Schulbildung. Die Unsicherheit bzgl. des Ausgangs des eigenen Asylverfahrens und das Wissen über die geringe Bleibeperspektive stellten eine große Herausforderung für die Projektdurchführung dar. Gleichwohl waren alle Teilnehmer durchweg freundlich, hilfsbereit und zuvorkommend und fügten sich sehr gut in den laufenden Betrieb ein. Jeden Montag fand ganztägig der wöchentliche Seminartag statt, bei welchem die Erweiterung der Deutschkenntnisse sowie die Vermittlung beruflich relevanter Themen und mathematische Grundlagen im Vordergrund standen. Ebenfalls wurde der Seminartag für gemeinsame Ausflüge und Gruppenaktivitäten genutzt.

Die Werkstattpraktika der Flüchtlinge wurden nicht nur von diesen geschätzt, auch die Ausbilder und Auszubildenden konnten von dem interkulturellen Austausch profitieren. Die Projektdurchführung stellte für alle Beteiligten einen fortwährenden Lern- und Adaptionsprozess dar, so dass trotz Abweichungen vom ursprünglichen Projektplan jeder Teilnehmer seines Bedarfes entsprechend unterstützt und gefördert werden konnte. Darüber hinaus konnten die Projekterfahrungen in einer Kooperation mit dem Reallabor Asylsuchende in der Rhein-Neckar-Region genutzt werden.